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herbstfluten-wiki

Das Herbstfluten-Wiki behandelt im Wesentlichen die Texte von Dschuang Dsi (Zhuangzi) aus seinem Werk Nan Hua Zhen Jing - Das wahre Buch vom südlichen Blütenland und den empirischen Daoismus, den diese begründen. Dschuang Dsi (Zhuangzi) wird im Westen erstaunlicherweise häufig nicht als Philosoph betrachtet, sondern durch die (erst nachträglich entstandene) Nähe zum Buddhismus, als Mystiker. Im Osten lief's auch nicht besser, dort wurde er zuletzt sogar von den Kommunisten vereinnahmt.

Uns geht es nicht um Schubladen und philosophische und politische Schlagworte, sondern um das, was Dschuang Dsi (Zhuangzi) gesagt hat und wie es, verzerrt durch trickreiche Fälschung, unbedarfte Übersetzung und ca. 2300 Jahre des Wandels, vermutlich zu verstehen ist. Wir ziehen hierzu unterschiedliche Übersetzungen heran, wobei hier der Person des Übersetzers, seiner Sozialisation besonderes Augenmerk geschenkt wird.

Weitere Schwerpunkte sind das Aufzeigen daoistischer Gedanken in der westlichen Kultur sowie die kritische Auseinandersetzung mit Kulturgütern, Leitkulturen und sonstigen vermeindlichen Fortschritten.

Da unsere gegenwärtige Kultur den von Dschuang Dsi (Zhuangzi) vor 2500 Jahren beschriebenen Missständen immer ähnlicher wird, entblöden wir uns nicht, unseren Unmut in einem Blog zu kompensieren.

Als Archiv noch vorhanden sind Texte aus dem Herbstfluten-Forum (inaktiv). Deren Integration ist technisch zu aufwändig und teils auch nicht der Mühe wert, wir sind bemüht, die Themen angemessen zu übertragen.

UPDATE: Nach langer Pause wird hier seit Dezember '12 wieder gearbeitet! Neu ist die Kategorie Westliche Weisheit.

Herbstfluten-Wiki: Artikel, zur Zeit in Bearbeitung

Herbstfluten-Blog

Es liegt uns fern, hier jede Dummheit von Kirchenleuten, Mitgliedern der Politiker-Kaste und Eso-Spinnern zu kommentieren und bloßzustellen. Das wird an manch anderer Stelle schon hingebungsvoll und kaum verbesserungswürdig getan. Wir beschränken uns hier freiwillig und mutwillig auf Themen, die uns interessant und bedeutungsvoll scheinen und versuchen dabei Verknüpfungen und Ähnlichkeiten aufzudecken.

Konfuzius hilf!

*facepalm*Auf der Suche nach “post-maoistischen” Werte orientieren sich einige Chinesen wieder an den Großen Alten. Nein, nicht an Zhuangzi, sondern an DEM großen Alten - an Konfuzius!

Erfolgt durch die Rückbesinnung auf das 6. Jahrhundert Chinas Rettung? [..] Eine friedliche Welt mit einer starken chinesischen Nation, die sich auf die Wertvorstellungen und Einsichten des Gelehrten Konfuzius (551-491 v. Chr.) beruft. Diese Zukunftsvision ist es, die Feng, ein ehemaliger Verlagsfunktionär aus der zentralchinesischen Provinz Henan, den 115 Kindern in seiner Privatschule am Fuß der Westberge von Peking vermitteln will. Dafür studieren sie vom Kindergartenalter an Klassiker wie das Buch der “Kindlichen Pietät” und die Lehrgespräche des Konfuzius in den “Analekten”.

taz vom 23.05.2011: Konfuzius soll helfen

Ja, genau an dem, mit dem das ganze Elend vor 2500 Jahren schon mal begann. Aus der Geschichte was gelernt? Nein, aber wie sagte es Konfuzius so schön:

Lernen und es von Zeit zu Zeit wiederholen,
ist das nicht auch eine Freude?

Konfuzius

2011/05/25 10:02 · Hilmar Kolbe

Bill Hicks - It's just a ride

Der sehr früh verstorbene und von US-amerikanischen Fundamentalisten stark angefeindete Bill Hicks hat hier ein paar wirklich großartige Abschiedsworte, in denen er das Problem der Lebenssinnsuche im westlich-christlichen Kontext zusammenfasst: “It's just a Ride”. Das Leben ist eine Fahrt in einer Achterbahn…

The World is like a ride in an amusement park, and when you choose to go on it you think it's real, because that's how powerful our minds are. And the ride goes up and down and round and round, and it has thrills and chills and is very brightly colored, and it's very loud. And it's fun, for a while.

Some people have been on the ride for a long time, and they've begun to question, 'Is this real, or is this just a ride?', and other people have remembered, and they've come back to us and they say 'Hey, don't worry. Don't be afraid, ever, because this is just a ride.' and we KILL THOSE PEOPLE.

“Shut him up! We have alot invested in this ride! SHUT HIM UP! Look at my furrows of worry. Look at my big bank account, and my family. This just has to be real.”

It's just a ride.

But we always kill those good guys who try and tell us that. You ever noticed that? And let the demons run amok. But it doesn't matter, because … It's just a ride.

And we can change it anytime we want. It's only a choice. No effort, no work, no job, no savings of money. A choice, right now, between fear and love. The eyes of fear wants you to put bigger locks on your door, buy guns, close yourself off. The eyes of love, instead see all of us as one.

Here's what we can do to change the world right now, to a better ride:

Take all that money we spent on weapons and defense each year and instead spend it feeding, clothing, and educating the poor of the world, which it would many times over, not one human being excluded, and WE CAN EXPLORE SPACE, TOGETHER, BOTH INNER AND OUTER, forever … in peace.

Bill Hicks 1961 - 1994

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2009/09/02 10:11 · Lückenbeißer

Bertrand Russell: Happiness is no longer a possibility

Noch was von Bertrand Russell:

Ein Freund fand Bertrand Russell tief in Gedanken versunken und fragte ihn, was ihn so beschäftigen würde.

“Ich habe eine seltsame Entdeckung gemacht.” antwortete Russell ermüdet. “Jedes Mal, wenn ich mit einem Gelehrten spreche, bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht mehr möglich ist, einfach glücklich zu sein.

Aber: Wenn ich mich mit meinem Gärtner unterhalte, bin ich vom Gegenteil überzeugt.”

aus: Mathematical apocrypha von Steven George Krantz

Weswegen Zhuangzi wohl rät, sich nicht mit Gelehrten zu unterhalten

2009/08/12 20:15 · Hilmar Kolbe

Die Evolution des Menschen ist beendet

gnusto.de_p_09_kinder_gleichgewicht.jpgsagt Steve Jones, Professor für Genetik und Dekan des Fachbereichs Biologie am University College in London.

Und warum ist das so? Wir haben zu wenige Kinder! Zu viele treue Familienväter, Verhütungsmittel, restriktive Sexualmoral und staatliche Überregulierung und behördliches Mikro-Management von menschlichen Beziehungen.

Wir geben der Evolution gar nicht mehr die Chance etwas zu verändern. Evolution geschieht langsam und durch möglichst viele Vervielfältigungsvorgänge - mit der Implikation, dass auch vieles daneben geht, was dann eben wieder eingeht. Das wird heute in der westlichen Gesaellschaft nahezu vollständig unterbunden. Wir verhindern Evolution, wir schützen uns vor ihr.

Menschen, die widerstandsfähiger waren als andere, überlebten, und deren Gene verbreiteten sich in der Population. Das hat sich komplett verändert. Heute werden 99 Prozent der Menschen so alt, dass sie sich fortpflanzen können. Keine Unterschiede in der Überlebensrate bedeutet: keine Chance für natürliche Selektion. Ausserdem unterscheiden sich die Menschen nicht mehr in ihrem Fortpflanzungserfolg. Wenn aber jeder zwei Kinder hat, gibt es keine Evolution.

Steve Jones, Wenn jeder zwei Kinder hat, gibt es keine Evolution

Was die Evolution nicht mehr schafft, muss dann die Wissenschaft leisten. Bloß wer zahlt die falschen Zähne, die blauen Pillen für unsere schlappe Himmelsrute, die vom Übergewicht und Extremsport verschlissenen Kniegelenke, die Ersatzlebern? Oder basteln wir unsere Nachkommen lieber gleich im Labor?

Und was wird dann aus Sex? Mr. Huxley, eine Idee? Nein, das wird nicht funktionieren: Genauso sicher wie wir sterben müssen, wollen wir unsere Gene verbreiten - wie jedes Lebewesen auf diesem Planeten. Und auch die menschliche Evolution ist jetzt ja nicht einfach beendet - die steht auf Standby. Und irgendwann wird sich doch wieder Evolution beim Homo Sapiens einstellen - wie sehr manche das auch zu vermeiden suchen. Irgendwann holt uns das Leben wieder auf (oder in) den Boden zurück.

Je länger man etwas zu vermeiden versucht, desto schlimmer erwischt es einen - weiß jeder. Irgendwann bricht der Staudamm und das ganze Tal geht den Bach runter… und diejenigen die übrig bleiben, haben vermutlich weder die Zeit noch das Bedürfnis zu überlegen, ob man das nicht hätte verhindern können - damals als alles noch im Überfluss vorhanden war und man über alles kultiviert disputieren konnte.

2009/08/01 11:21 · Lückenbeißer

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start.txt · Last modified: 2012/12/11 21:54 by hkolbe